Munnar

Munnar ist wieder einmal ein Touristenort (alle reden von der Stadt, es ist aber nur ein größerer Ort), der leider schon bessere Zeiten gesehen haben dürfte – Vieles ist deutlich renovierungsbedürftig. Trotzdem stauen sich hunderte Tuk-Tuks, Autos, Jeeps und Busse durch die schmalen Straßen der Ortschaft, um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen.

Wir haben mit dem Mattupetty Staudamm begonnen. Es ist ein in die Jahre gekommener kleinerer Staudamm und abgesehen davon, daß der Stausee nicht unhübsch ist, gibt es nicht wirklich etwas zu sehen.

Danach haben wir eine Teefabrik besucht. Der Eintritt war mit 240 Rupien (für uns drei) zwar nicht wirklich teuer, aber dafür wurde auch nichts geboten. Das Erste was man sieht ist ein Schild „Absolutes Fotografierverbot!“ – uns ist zwar nicht klar warum, die Fabrik ist schon älter und viel ist auch nicht zu sehen. Danach kommt man in einen Raum, in dem ein Fernseher auf voller Lautstärke (daher mit total verzerrtem Ton) ein Video über die Herstellungsprozesse zeigt. Aus schmutzigen Fenstern kann man auf die Maschinen schauen, die den Tee zerkleinern, der dann fermentiert.

Danach geht es einen Gang weiter wo man durch ebenfalls schmutzige Fenster die Sortierung (nach Größe) und Verpackung (in große Schachteln) sehen kann.

Im Shop wollten wir dann einen Tee und eine Schokolade kaufen, allerdings hatten sie kein Wechselgeld und konnten auf 500 Rupien – bei einem Rechnungsbetrag von 255 Rupien – nicht herausgeben. Das geht mit in Indien schon langsam mächtig auf den Nerven – niemand hat Wechselgeld!

Den Besuch der Fabrik kann man sich definitiv sparen.

Die nächste Station war eine Blumenausstellung – nicht sehr groß, aber schön gemacht.

Die nächste Station war ein Naturpark mit wilden Ziegen. Das Verkehrschaos schon Kilometer vor dem Naturpark verheißt nichts gutes. Als wir dort angekommen sind, sehen wir Menschenmassen, die kaum zum Glauben sind. Bei der „Ausländer Ticketkasse“ standen schon einige genervte Touristen, die uns vom Kauf der Tickets abgeraten haben – aktuell müßte man 2-3 Stunden in der Schlange stehen um in einen der wenigen Busse steigen zu können, die durch den Park fahren – wir haben verzichtet! So interessant sind Ziegen definitiv nicht.

Also zurück nach Munnar. Dort haben wir uns in einem Schokoladengeschäft – hier gibt es sehr viele davon – etwas Schokolade besorgt (die erste seit vielen Wochen) und sind dann in ein überraschend schönes Kaffeehaus, „Silver Spoon“, in Keller des Geschäfts gegangen. Der Tee und der Kaffee waren sehr gut und günstig!

Das war es dann mit der Besichtigung. Das angebotene Elefantenreiten haben wir aus Prinzip verweigert.

Einmal abgesehen von den Blumen, kann man Munnar und die Sehenswürdigkeiten vergessen. Was jedoch interessant und sehenswert ist, sind die Teeplantagen, an denen man vorbei kommt, sowie die vielen wirklich schönen Häuser, die man hier zu sehen bekommt.

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