Die letzte Woche in Südamerika ist gekommen….

Der erste Teil unserer Reise geht dem Ende zu. Am 3. September besteigen wir – leider mit zwei mal Umsteigen – den Flugzeug nach Samoa.

So wie die Reise Ende Mai begonnen hat, wollen wir diese auch beenden – wir haben uns ein Apartment gemietet. Mit der Wahl der Unterkunft haben wir wirklich Glück gehabt! Es liegt im Viertel „El Golf“ – einem der sichersten und besten Gebiete in Santiago. Obwohl wir nur etwas mehr pro Nacht bezahlen, ist das Apartment groß (120m2), hat drei Schlafzimmer – die wir nicht alle brauchen, aber immerhin 😉 und einen riesigen Fernseher im Wohnzimmer. Das Wichtigste für uns: eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner! Wir müssen nicht wieder unsere Schnur quer durch die Küche aufhängen um unsere Wäsche trocknen zu bekommen. Der Geschirrspüler ist natürlich auch nicht zu verachten ;).

Einer der Gründe warum wir wieder ein Apartment wollten ist das Essen – wir vermissen die Küche von Zuhause! Vermutlich hat das wirklich sehr mäßige Essen in Chile seinen Teil dazu beigetragen…

Wenn man einkaufen geht – und wir haben den Fehler gemacht an einem Samstag Nachmittag in einen großen Supermarkt zu gehen – braucht man viel Geduld.

In der Obst und Gemüseabteilung gibt es einen Mitarbeiter, der alles abwiegt und das Etikett mit dem Preis aufklebt. Natürlich so gemütlich, daß die Schlange teilweise 10-20 Personen lang ist (jeder mit einem Einkaufswagen voll mit Obst und Gemüse).


Bei den Theken für Fisch, Fleisch, Käse und Wurst (hier wird noch auf 4 Bereiche unterteilt, die sich uns nicht erschlossen haben) gibt es Automaten, die Zetteln mit Nummern ausgeben. Vor den Theken bilden sich riesige Menschenmassen, die mit der Nummer in der Hand warten. Nachdem wir nicht herausfinden konnten, für welchen Bereich man welche Zetteln (Nummer) braucht, haben wir darauf verzichtet uns anzustellen.

Bei Brot – es gibt praktisch nur Weißbrot und Gebäck – bedient man sich aus großen Kisten und pilgert dann wieder zu einer Dame bei einer Wage um das Brot zu wiegen und bepreisen zu lassen. Natürlich steht man auch hier in einer langen Schlange…

Hat man dann alle Warteschlangen hinter sich gebracht, geht man zu den Kassen, die irgendwie groupiert sind – man steht bei einer der Kassengruppen an um dann von einer Angestellten einer Kasse zugeordnet zu werden. Auch hier kommt kein Stress auf, ganz gemächlich wird ein Artikel nach dem anderen gescannt und der Kollegin, die das Gekaufte in Sackerln einpackt, übergeben. Irgendwann sind die beiden dann mit Ihrer Tätigkeit fertig und man darf zahlen. Nur zum Vergleich – würde man zwei oder drei Kassenmitarbeiter vom Hofer (Aldi) aus Österreich hier arbeiten lassen, würden diese locker eine Kassengruppen schaukeln (15-20 Kassen) und es würden nie mehr wie 2-3 Leuten an der Kasse warten….

Überhaupt ist der Personaleinsatz hier in Südamerika unglaublich hoch. Überall sind MitarbeiterInnen und machen irgendetwas – oft genug stehen sie nur herum und plaudern miteinander – hier einige Beispiele, die ich von einem Platz aus aufgenommen hab.


 Obwohl am Samstagnachmittag das Geschäft gesteckt voll war, standen weniger die andern Kunden als die Mitarbeiter im Weg – gefühlt waren es fast so viele Mitarbeiter wie Kunden (vermutlich war das Verhältnis zwar eher 1:10 bis 1:20, aber die Kunden standen nicht in Trauben im Hauptgang herum um alles zu blockieren)! Zusätzlich schwirrten noch Securitymitarbeiter umher, um jeden zu beobachten – teilweise sogar mit Schutzwesten – da kommt man sich vor wie im Kriegsgebiet! Wir haben nach dieser Erfahrung beschlossen nie wieder an einem Samstagnachmittag in einen großen Supermarkt zu gehen – es fällt uns auch nicht schwer, da wir nächsten Sonntag abreisen ;).

Bis dahin werden wir es ruhiger angehen lassen – bis auf wenige Ausnahmen war unsere Reise etwas überladen. Es ist nicht einfach eine Balance zwischen: „Das wollen wir unbedingt auch noch sehen!“ und „Lass uns mal etwas kürzer treten und erholen!“ zu finden. Zuhause gibt es die Wochenenden, auf der Reise nehmen wir darauf keine Rücksicht. Samoa wird uns dabei ebenfalls helfen zur Ruhe zu kommen – 16 Tage am Strand und nur eine (oder zwei) Inseln zu erkunden!

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