Puno, die Schilfinseln und die Insel Taquille

Wir sind in den frühen Morgenstunden in Puno angekommen, im Hotel eingecheckt, und konnten gerade noch 10 Minuten frühstücken bevor wir zur Bootsfahrt abgeholt wurden.

Das Abholen selbst war chaotisch – wir warteten von 6:45 bis 7:15, mussten dann der Dame des Veranstalters hinterherlaufen und zwei Blöcke weiter warten bis sie andere Kunden abgeholt hatte. Dann ging es mit einem Kleinbus weiter durch die Altstadt, um weitere Kunden aufzusammeln.


Am Hafen war es auch nicht besser organisiert, wir mussten eine Weile auf die Zuteilung eines Bootes warten. Dann wurden wir im Boot von einem Musikanten beglückt, der zwei kurze Lieder vorspielte und dann Geld einsammelte.


Mit fast einer Stunde Verspätung ging es dann endlich los Richtung Islas Los Uros –  zu den schwimmenden Inseln. Es sind ca. 90, auf denen jeweils 5-10 Familien leben – in Summe etwas über 2000 Einwohner.


Wir sind auf einer Insel ausgestiegen und wurden von den Familien herzlich begrüßt. Dann gab es eine optionale – natürlich extra zu zahlenden Fahrt auf einem Schilfschiff.


Nach der Fahrt wurde uns erklärt wie die Schilfinseln gebaut werden. Was in der Erklärung nur einige Minuten war, dauert in der Realität 1-2 Jahre. Die Inseln halten ca. 30 Jahre, dann müssen die Familien auf eine neue Insel umsiedeln.


Auch die Hütten durften wir besuchen – diese haben keine 20m2 und darin wohnt jeweils einen ganze Familie. Danach wurden uns Andenken angeboten – Kasia und Max haben wieder zugeschlagen 😉 .


Danach sind wir zwei Stunden zur Insel Taquille gefahren – die meisten Mitreisenden und auch Kasia haben diesen Teil verschlafen.


Auf Taquille leben noch Nachfahren der Inka und natürlich ist die Insel absolut auf Touristen ausgerichtet. Vom Hafen in der Bucht geht es 45 Minuten Bergauf zum Marktplatz mit einigen Häusern herum. Dort wurde dann ein Tanz aufgeführt und es ging einige Minuten weiter zu einem Lokal in dem es ein sehr mäßiges Essen gab. Danach einen Wanderung über die Insel zu einer anderen Bucht wo das Boot auf uns wartete. Natürlich dauert auch die Rückfahrt wieder ca. zwei Stunden.


Mein Eindruck: Puno selbst war – soweit wir es gesehen haben – nicht wirklich interessant. Ja, es gibt hier Kirchen, einige nette Plätze, aber mit Lima oder Cusco kann Puno absolut nicht mithalten. Alles ist auf die Bootstouren ausgerichtet. Das Leben findet nur rund um den Hafen statt.

Die Islas Los Uros sind definitiv den Ausflug wert. Es ist einfach ein Erlebnis. Das Gehen auf den Insel ähnelt dem Gehen auf einem Trampolin. Auch der Ausflug mit dem Schilfboot war es wirklich wert.

Die anschließende Fahrt (6 Stunden) nach Taquille kann man sich sparen, wenn man schon andere Gegenden wir Cusco gesehen hat.

Der Titikaka See (übersetzt heißt es je nach Sprache entweder der bleierne Felsen oder grauer Puma oder Puma – Felsen) selbst ist sehr schön. Meist gibt es kaum Wellen und die Fahrt darauf ist angenehm. Ja, es ist toll den höchsten See der Welt gesehen zu haben, wirklich spektakulär ist es aber nicht.

Damit geht unser Aufenthalt in Peru dem Ende entgegen. Morgen früh fahren wir mit Peru Hop weiter nach Bolivien, wo es einen kurzen Stopp in Copacabana gibt und wir dann gegen Abend in La Paz eintreffen werden. Auf Grund der aktuellen Warnungen vor Bolivien und speziell auch der Gegend um La Paz bleiben wir dort nur über Nacht und fliegen am nächsten Tag nach Iquique in Chile. Wie bedauern es, da die Altstadt von La Paz sehr schön sein soll und wir uns eigentlich auf den Trip durch die bolivianische Salzwüste gefreut haben.

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