Peru Hop – erster Tag auf dem Weg nach Paracas

Tagwache um 4:30, damit wir unseren Bus von Peru Hop nach Paracas erwischen.

Nachdem uns das Taxi um 5:30 vor dem McDonalds am Kennedy Parque abgesetzt hat, warten wir auf den Bus, der uns hier zwischen 5:40 und 5:50 abholen soll. Mit uns warten auch noch 4 andere Personen und jede Minute bleiben mindestens zwei Taxi stehen, hupen und rufen „Taxi“ – und das obwohl mehrere Ihrer Kollegen keine 5 Meter weiter unerlaubterweise in der Busspur parken.

Pünktlich um 5:45 bleibt der Bus auch stehen, aber nicht beim McDonalds, sondern auf der anderen Seite des Kreisverkehrs beim Schweizer Kaffeehaus (siehe Spaziergang vor einigen Tagen). Also all unser Gepäck geschnappt und über die roten Ampeln zum Bus. Nach einigen weiteren Stopps in Lima geht es dann kurz nach 6:00 in Richtung Paracas.

Auf der Strecke kommen wir durch die Vororte von Lima und dann an vielen kleineren Ortschaften vorbei – meist sieht alles ärmlich aus.


In Paracas angekommen haben wir unsere Sachen ins – von Peru Hop – empfohlene Hotel Las Freylas gebracht. Angeblich sauber und gut. Als Willkommensgruss habe ich gleich eine Kakerlake mit dem Fuß aus unserem Zimmer befördert. Im Zimmer sind drei Betten, zwischen denen keine 30cm Abstand besteht, ein kleiner Kasten und ein TV. Hmmm… es ist ja nur für eine Nacht. Gleich wieder raus zum Treffpunkt – der Hunger wird schon merklich so ganz ohne Verpflegung – für die Bootsfahrt zu den Islas Ballestas. Die Inseln stehen unter Naturschutz und beherbergen Pinguine, Robben und viele verschiedenen Vögel. Auf dem Weg haben wir auch kurz Delphine gesehen. In Summe waren wir 2 Stunden unterwegs. Die Organisation für die Zuteilung der Schnellbote (45 Personen) war gelinde gesagt suboptimal. Es wurde immer ein Boot nach dem anderen befüllt, obwohl ganz klar war, daß mehrere Boote nötig sein werden. Nach fast 30 Minuten warten durften wir dann genau in das Boot rein, neben dem wir gewartet haben.

Der Armleuchter von Paracas ist ein Geoglyph, das nur vom Meer aus sichtbar ist. Er entstand vermutlich um 200 v. Chr., zur Zeit der Paracas – Kultur. Seine Höhe beträgt um die 180 m und er ist aus ca. 12 Seemeilen Entfernung sichtbar. Seinen Zweck kennt man nicht. Forscher vermuten, er könnte zur den Seefahrern zur Orientierung dienen. Andere Theorien gehen von einem Piratenzeichen über Kultstätte zu – natürlich – den Außerirdischen aus.


Zurück im Hafen, sind wir zum ebenfalls empfohlenen Restaurant Paracas gegangen – ganz ohne Frühstück war der Hunger schon groß… Tolle Aussicht, schönes Ambiente, mangelhafte Bedienung und sehr mittelmäßiges Essen.


Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir dann das Café Arena gefunden, das auch Frühstück anbietet (was unser Hotel nicht macht). Super Cappuccino, erstklassige Smoothies, tolles Lokal und perfekt funktionierendes WiFi.


Das Letzteres nicht immer so ist, erleben wir dann im Hotel. Zuerst überhaupt nichts, nach urgieren die Aussage es liege an den iPhones (ok, wir haben zwei, die 10 Minuten davor im Café perfekt funktioniert haben). Nach viel probieren geht es dann zwar im Eingangsbereich, aber sonst nirgends. Natürlich ist iOS schuld, wenn keine IP Adresse zugewiesen wird (bzw. nur vom Hotspot in der Rezeption)…

Paracas ist angeblich ein Touristenort, nur verstehen wir nicht warum. Außer unserem Bootsausflug und einem Nationalpark, den wir morgen besuchen werden, gibt es hier nichts zu sehen ausgenommen von aneinandergereihten Hostels, Hotels, diversen Lokalen und was ein Tourist sonst noch so braucht. Der Strand selbst war total ungepflegt und voller Tang und Müll. Vielleicht liegt es an dem Winter.

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