Zweiter Tag mit Dirk

Nachdem das Wetter heute nach Regen aussah, sind wir gleich in Richtung Zuckerhut gestartet. Auf dem Weg sind wir an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen.



Der Zuckerhut war teilweise in den Wolken und es war leider dunstig. Trotzdem war der Ausblick toll. Um hinauf zu kommen fährt man mit einer Gondel. Eigentlich sind es zwei, da es eine Zwischenstation gibt. Die Tickets sind recht teuer – Dirk erzählte uns, dass es viele junge Cariocas (Einwohner von Rio) gibt, die noch nie oben waren. Es kostet einfach zu viel. Oben gibt es einige Wege, Aussichtsplattformen, ein Lokal und ein paar Geschäfte. Es gab gerade ein kleines Fest mit Essensständen, Musik und Spielen für Kinder. Aber war wirklich zählt da oben, ist die Aussicht.


Danach sind wir nochmals in die Altstadt gefahren und haben uns Einiges angesehen – speziell einen Kirche (Teil eines Klosters), in der fast alles vergoldet ist.


Die Kathedrale von Rio de Janeiro wurde zwischen 1964 und 1979 erbaut. Die beiden Architekten Burle Marx und Edgar Fonseca nahmen sich die alten Pyramiden von den Mayas zum Vorbild. Sie ist dem heiligen Sebastian, dem Schutzpatron der Stadt, gewidmet, und Sitz des Erzbischofs. Eigentlich ist das Gebäude ziemlich häßlich, viele würden es eher als interessant bezeichnen. Abends soll es beleuchtet sein, wir haben es so aber nicht gesehen. Innen ist die Kathedrale richtig imposant. Sie ist 8.000 km2 groß, bietet 5000 Sitzplätze und mit den Stehplätzen Platz für ca. 20000 Gläubiger. Der Durchmesser beträgt 96 m. Der Altar ist schlicht. Es gibt keine Verzierungen – bis auf die 4 riesigen, farbigen Glasfenster, je 64 m hoch. Die Bilder darauf sind modern, das Licht fällt gedämpft hinein. Das ist richtig beeindruckend.


Nette Straßen, Gassen und Häuser.


Dabei haben wir noch einige schöne Grafitis gesehen – einige davon am Hafen.


Danach wollten wir in einer Favela zu Mittag essen. Da eine Zufahrt gesperrt war und die Anwohner sich warnend bezüglich der Sperre geäußert haben, hat Dirk dann umdisponiert. Wir sind durch einige wenige Straßen der Favela durchgefahren. Es ist, als ob wir in einer vollkommen anderen Welt gelandet wären. Es ist eng, laut, unglaublich viele Menschen laufen an einem vorbei, Der Verkehr ist irre. Dir wollte uns etwas mehr von dieser Welt zeigen – nun, vielleicht ein anderes mal.

Es ging dann nach Barra – dem Venedig von Rio. Es ist ein mit dem Meer nur durch einen schmalen Kanal verbundener Wasserbereich mit vielen Inseln, die großteils bebaut sind und durch die Wasserstraßen (wie in Venedig) verbunden sind.


Es war wieder ein tolles Erlebnis – vielen Dank an Dirk dafür!

Dirk Böse, Rio Up & Down

Dirkboese@yahoo.com.br

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