Probepacken

Für eine Weltreise zu packen ist ein Problem. Auf der einen Seite muss man ja etwas zum Anziehen haben, auf der anderen Seite ist das Gepäck sehr limitiert.
Wir kennen Aussagen wie: „Kleidung kann man ja unterwegs kaufen!“, nur stimmt das nur für „normalgebaute“ Menschen. Spätestens wenn man etwas fülliger ist, wird es schwierig.
Hat man dann noch breite Füße oder ähnlich wird es auch in der Heimat mühsam etwas Passendes zu finden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Wir wollen/müssen ausreichend Kleidung für den Strand (Badekleidung), den Urwald (Tropenkleidung), die Berge (Hochebenen mit über 4000m Höhe), festliche Anlässe (Weihnachten und Neujahr verbringen wir in besseren Hotels, da kann man nicht mit Tropenkleidung zum Dinner kommen) etc. einpacken. Natürlich muss auch noch neben der Kleidung Einiges andere mitgenommen werden. Zum Beispiel Medikamente, Insektenschutz, Fotoapparate, Notebook, Handys, diverse Ladegeräte, Stirnlampen, etc.

Mit dem Probepacken wollten wir auch verifizieren ob, wir nicht noch etwas zu besorgen haben. Also haben wir alles, was wir „unbedingt“ mitnehmen wollen auf das Bett gelegt und versuchten es in unseren drei Rucksäcken zu verstauen. Schon nach kurzer Zeit wurde klar: die für längere Weltreisen empfohlenen „14 Tage Kleidung“ bekommen wir nie im Leben eingepackt – also erste Reduzierungsrunde: jeder nimmt für 7-8 Tage Kleidung plus die warmen Sachen für die Berge. Mit Hilfe von speziellen „lass die Luft aus der Kleidung“ Wäschesackerln (Vakuumbeutel) kann man Hemden und Jacken oft auf weniger wie 1/3 der Originalgröße reduzieren. Eine halbe Stunde stopfen, quetschen, ärgern und überlegen später: Wir haben die Kleidung wirklich in die Rucksäcke untergebracht!! Wir sind glücklich!

Dann fällt unser Blick auf den Stapel, der noch nicht untergebracht ist: Schuhe, Medikamente, elektronische Geräte, Hygieneartikel, Insektenspray,… Sprich alles andere liegt noch auf dem Bett. Da wir schon davon ausgegangen sind, dass wir noch einen Koffer brauchen werden, sitzt der Schock noch nicht so tief – her mit dem Koffer. Blöderweise sind die Wanderschuhe recht klobig und ohne werden wir in Peru und Chile ein Problem bekommen. Kleinteile kann man in die Schuhe stecken – aber den Rest?

Wir haben ja noch einige Tage Zeit um eine Lösung zu finden (Sachen weglassen). Spannend wird es dann in zwei Wochen – was schafft es wirklich von uns mitgenommen zu werden?

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