Umweltschutz – in Japan kein Anschluss unter dieser Nummer…

In Südamerika ist man beim Thema Umweltschutz schon deutlich weiter. In manchen Ländern gab es entweder überhaupt keine Plastiksackerl mehr, oder man hat maximal EINES pro Einkauf erwerben können.

In Asien schaut es großteils anders aus. Während in Indien zumindest in manchen Hotels die Vermeidung von Plastik und Einwegverpackungen ein Thema sind – in den Geschäften und auf Märkten allerdings nicht – glaubt man in Japan anscheinend, daß es kein Morgen gibt.

Uns ist schon oft unangenehm aufgefallen, daß man des öfteren einen Zettel bekommt, damit man dann etwas abholen kann – was man auf anderen Ausdrucken bestätigen muß – um dann die Rechnung zu erhalten. In Disneyland haben wir uns ein Foto ausgesucht und dafür einen über 20cm langen Zettel erhalten. Mit diesem Zettel sind wir dann weiter zur Fotoausgabe, wo zwei weitere Zettel (Original und Kopie) erstellt wurden, auf denen das gewünschte und der Preis nochmals festgehalten waren. Nach der Bezahlung haben wir dann natürlich noch die Rechnung ausgedruckt bekommen.

Anderes Beispiel aus Disneyland: Wenn man eine Show besuchen möchte, muß man das Eintrittsticket scannen und bekommt eine Eintrittskarte. Diese muß man dann beim Eintritt abgeben. Warum reicht es nicht dort einfach die Eintrittskarten nochmals zu scannen???

Ganz schlimm ist aber die Laundry im Hotel. In den anderen „besseren“ Hotels auf unserer Reise bekamen wir unsere Wäsche in Körben zurück. In den Hemden waren meist Kartons, damit diese in Form bleiben – manchmal waren die Hemden noch in Plastiksackerl verpackt. Die Unterwäsche hin und wieder alle zusammen in einem Sackerl, damit nichts verloren geht.

In Japan ist es nicht nur beim Essen alles einzeln verpackt – nein, wir haben vom Waschen jedes paar Socken, jedes T-Shirt und Hemd, einfach alles einzeln eingeschweißt in Plastik zurück bekommen. Bei den Hemden natürlich auch noch mit Kartons. Nach dem mühsam Auspacken der Kleidung war der Mistkübel zum Bersten voll!

Kauft man Lebensmittel ein, sind diese auch doppelt und dreifach verpackt. Jede Semmel hat ihre eigene Verpackung und alle zusammen noch eine…

Bei der Müllentsorgung sind die Japaner wenigstens konsequent. Der Abfall, den wir im Appartment hatten und zum Müllplatz des Hauses brachten, wurde jeden Tag – anscheinend auch am Wochenende – abgeholt. Allerdings wird es mit der Mülltrennung nicht sehr genau genommen…
Wie man auf einer Insel mit so vielen Einwohnern nur freiwillig so viel Müll produzieren kann, entzieht sich meinem Verständnis. Der Müllberg muß gigantisch sein!

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