Rio – erste Eindrücke 

Seit gestern sind wir in Rio de Janeiro. Unsere Hoffnung, dass wir in der Stadt, in der jedes Jahr Millionen von Touristen sind, mit Englisch oder Spanisch weiter kommen hat sich bald erledigt. Klar, im 4* Hotel war es an der Rezeption kein Problem und auch der bestellte Fahrer (Englisch war hier eine Option) konnte rudimentär Englisch. Damit war es das auch schon.


Spannend war die Fahrt vom Flughafen zum Hotel. Als wir in einem Tunnel fuhren, kamen uns auf der Fahrbahn Leute entgegen gelaufen. Unser Fahrer und alle anderen (ausser den Bussen) haben auch sofort umgedreht (der Tunnel hatte 4 Spuren, alle in die gleiche Richtung) und sind dann gegen die Einbahn zurück gefahren. Warum genau, haben wir nicht klären können, aber vor uns war die Feuerwehr im Tunnel.


Nachdem wir im Zimmer eingecheckt waren, haben wir uns getrennt. Kasia ist zum Friseur und Max und ich sind zur Copacabana gegangen. Nachdem die Sonne hier aktuell schon kurz nach 17:00 untergeht, sind wir quasi zum Sonnenuntergang am Strand angekommen. Das war kein Problem, da der Strand taghell beleuchtet wird. Max hat sich sofort in den Sand gestürzt und ich habe uns etwas zu trinken besorgen wollen. Das war nicht ganz trivial, da alle drei Beschäftigten im Strandcafé nur portugiesisch sprachen. Die Lösung war dann eine Speisekarte auf Englisch sowie Hände und Füße – na gut, es waren nur die Finger.


Kasia hat im Friseursalon (den unser Hotel empfiehlt) ebenfalls ein Verständnisproblem – hier war die Lösung Google Translate. Die Damen im Salon waren darin wirklich Profis! Binnen kürzester Zeit war klar, was sie wollte – es hat perfekt funktioniert.

Was uns allerdings erschütterte war das Restaurant in unserem Hotel. Der Kellner sprach nur portugiesisch, und trotz der sehr übersichtlichen Karte (etwas über 10 Gerichte) auf Englisch musste er eine Karte auf Portugiesisch holen und abzählen, das wievielte Gericht wir wollten. Natürlich hat das dann auch nicht funktioniert und es ist etwas falsches gekommen.

Wir haben sowohl unseren Fahrer, der uns vom Flughafen abgeholt hat, als auch die Rezeptionisten gefragt: „Wie bekommt man ein sicheres, seriöses Taxi?“ Die Antwort war immer: UBER! Das sei das einzig sichere…

Nachdem wir UBER bis heute noch nie benutzt hatten, wollten wir heute die U-Bahn nutzen. Also am Stadtplan ansehen wie man zur nächsten Station kommt und dann los (den Stadtplan soll man auf der Straße nicht nutzen, weil das Betrüger anlocken kann). In der U-Bahn haben wir heraufgefunden, dass man jede einzelne Fahrt bezahlen kann – oder man kauft eine Prepaid Karte. Da wir vorhatten mehrere Fahrten zu machen, haben wir eine solche Karte gekauft und mit 50 Real (15 Euro) aufgeladen – dafür sollten wir ca. 12 Fahrten haben. Kurz vor den Schranken versuchten wir zu klären mit welcher Linie, in welche Richtung und bis zu welcher Station wir fahren müssen, als auf einmal viele Leute herauskamen und der Zugang gesperrt wurde. Wieder war nicht zu klären warum (Im Hotel haben sie es für uns herausbekommen – eine technische Störung)! Also zurück ins Hotel und UBER heruntergeladen und konfiguriert. Eines muss man UBER lassen (egal was man von der rechtlichen Situation hält): es funktioniert perfekt. In Summe sind wir heute drei mal gefahren. Kein einziger Fahrer konnte eine andere Sprache wie Portugiesisch, trotzdem sind wir flott an unser Ziele gekommen!

Eine der Fahrten hat uns zum Theatro Municipal und zur Nationalbibliothek gebracht. In Theatro haben wir an einer Führung teilgenommen – es wurde 1908 fertiggestellt und ist wirklich sehenswert!


Verblüfft hat uns auch das Mittagessen im Amarelinho (vis a vis vom Theater). Wir haben drei Gerichte bestellt und die Kellner haben 9 Teller mit Essen gebracht – einen haben wir sofort zurück geschickt, weil er auf dem Tisch keinen Platz mehr hatten! Das Essen war gut, aber wir haben bei weitem nicht die Hälfte geschafft!


Unser erster Eindruck: schön, warm (25-27 Grad jetzt im Winter), aber nicht ganz ungefährlich. Je nachdem wen man fragt alles zwischen: kein Problem und nicht im Dunkeln außer Haus gehen! Wir haben mit der Gegend rund um unser Hotel viel Glück. Es liegt genau zwischen Copacabana und Ipanema und weil es eben nicht direkt an einem Strand liegt, ist es durchaus erschwinglich.

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