Tango

Es war irgendwann 1992, als ich den Film „Naked Tango“ mit Mathilda May und Vincent d’Onofrio gesehen habe. Der Film war definitiv nicht jugendfrei, sehr düster und wunderschön, wenn auch nicht gerade ein Meisterwerk. Mathilda May war eine traumhaft schöne Frau, aber das wichtigste, wunderbarste im Film war der Tango. Ich habe schon früher Tango gehört und gesehen. Allerdings nie so leidenschaftlich und betörend wie in diesem Film.
1998 kam dann „Tango“ von Carlos Saura in die Kinos. Die Tanzszenen waren atemberaubend schön, die Musik hat an der Seele gezerrt.

Nun waren wir in Buenos Aires, dem Land des Tangos. Wir wollten nicht in eine der Touristen – Tangoshows gehen, da sie erst spät beginnen. Also ab nach San Telmo. Jeden Sonntag gibt es dort einen Antiquitätenmarkt und kleine Tangovorführungen. Wir hatten Glück, auf der Plaza Dorrego eine zu sehen. Natürlich war auch das eine Show für Touristen. Aber eine sehr schöne. Bevor der eigentliche Auftritt begann, haben wir die Tänzer dabei beobachtet, wie sie einzelne Figuren geübt und neue ausprobiert haben.

Tango Tanzen ist keine Frage des Alters

Tango – das ist zuerst die Musik, das Lied, der besondere Rhythmus. Diese beiden Musiker haben wir in einem Restaurante in La Boca hören dürfen. Es wurde auch getanzt.

Die Argentinier und die Uruguayer streiten darüber, wo der Tango entstanden ist. Eines der allerersten soll in Uruguay geschrieben worden sein.
Der wohl berühmteste Tango – Sänger und -Komponist war Carlos Gardel. Man weiß nicht, woher genau er stamm. Eine Version besagt, er war ein Franzose und sei mit seiner Mutter aus Frankreich nach Argentinien gekommen. Eine andere, die auch er selbst verbreitete, dass seine Eltern Uruguayer waren und er in Tacuarembó geboren wurde. So oder so, in Buenos Aires wurde er zum Star. Einige seiner schönsten Tangos sind „Mi Buenos Aires querido“ oder „Volver“. Pedro Almodovar nannte einen seiner Filme „Volver“, und Penelope Cruz singt darin das wunderschöne Lied.

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