Santhiya Koh Yao Yoi Resort

Heute ist unser letzter Tag in diesem Resort und somit Zeit ein Fazit zu ziehen.

Es ist mir noch nie so schwer gefallen, weil ich durchaus zerrissen bin. Es war eine Berg und Talfahrt in den letzten Tagen – aber fangen wir von vorne an.

Die Anreise vom Flughafen zur Pier, wo ein Check-In erfolgt und dann mit dem Speedboat war mühsam. Immer mussten wir warten und Informationen waren spärlich und auch nur auf mehrfachen nachfragen zu erhalten.

Teile vom Resort vom Speedboat aus

Bei der Ankunft gab es nochmals ein Check-In, dass aus einigen Minuten Powerpoint Präsentation bestanden hat – auch nicht wirklich prickelnd.

Dann wurden wir mit einem „Wooden Car“ (das sind Pick-ups auf deren Ladefläche zwei Sitzreihen montiert sind und ein Holzdach haben) zur „Villa“ gebracht. Auf den ersten Blick war diese durchaus schön.

Bad und WC waren (teilweise) im freien, wie wir das auch schon in Indien erlebt haben. Bei 26 Grad in der Nacht (und das im Winter) durchaus keine schlechte Idee, zumal das Bad dadurch recht großzügig ausgefallen ist.

Die beiden Schlafzimmer – wir sind ja zu dritt – sind auf zwei Ebenen, die ausschließlich über eine Aussentreppe miteinander verbunden waren. Der Zugang war jeweils nur mit (verschiedenen) Schlüsseln möglich. Der Zugang zum Pool nur über das obere Wohnzimmer. Das ist alles andere als durchdacht. Möchte jemand vom unteren Schlafzimmer in den Pool, muss er den Zimmerschlüssel von unten mitnehmen, oben anklopfen und warten, bis man hinein kann.

Seit dem Bau der Villa dürfte es nur wenig Reparaturen/Renovierungen geben haben. Alle Schiebetüren sind soweit verrottet, dass man diese zwar noch zusperren kann, aber das Schloss hält vermutlich keinen 5 Jährigen, der kräftig anzieht ab. Das Schloss bei der Schiebetür im Schlafzimmer lässt sich nicht mehr bewegen. Die anscheinend nachträglich angebrachten Riegelchen verschlossen, dass man von außen jedezeit mit einer Kreditkarte oder einem kleinen Ast öffnen kann. Die Fenster vom Vorraum zum Pool kann man theoretisch mit einem kleinen Riegel verschließen, nur sind diese ao verzogen, dass wir es nicht geschafft haben – somit sind die Fenster immer nur angelehnt. Die Tür zum Aussenberwich-Badezimmer ist ebenfalls verzogen und kratzt über den Boden (der schon massive Kratzer aufweist) und muss mit leichter Gewalt geschlossen werden. Im Innenraum sieht man, welche Farbe die Villa eigentlich haben sollte, im Aussenbereich ist davon nichts mehr zu erlennen – es sieht eher so aus, als wäre das Holz schon mehrere Jahre nicht gestrichen worden. Alle Steckdosen waren so ausgeleiert, dass all Ladegeräte ohne physische Unterlage keinen Strom erhalten haben. Selbst die von der Anlage zur Verfügung gestellten Adapter sind aus den Steckdosen herausgerutscht.

Der Riegel ist die einzige Möglichkeit die Tür zu versperren
Versuch das Fenster zu verschließen
Tür zum Aussenbereich-Badezimmer

Es gibt unglaublich viel Personal – egal ob Gärtner, die täglichen die Pflanzen gießen und die Blätter wegräumen, im Spa Bereich (alleine 3-4 Damen am Empfang) oder in den Restaurants. Alle sind extem freundlich und hilfsbereit – leider fehlt es den meisten an Ausbildung und Koordination. Es werden (teilweise falsch) Getränke oder Speisen gebracht und oft ist nicht einmal bekannt, welche Getränke überhaupt auf der Karte stehen oder was in diesen – bei Cocktails – enthalten ist.

Die Speisen schwanken zwischen OK und sehr gut, wir habe aber auf Grund eines Tipps nur wenige 100 Meter entfernt eine Alternative gefunden – dazu kommt noch ein gesonderter Blog.

Die Behandlungen im Spa sind sehr gut, dafür sind die Preise sind nur ein wenig niedriger wie in Österreich.

Der zentrale Lobby und Restaurantbereich ist deutlich besser in Schuss und durchaus (sehr) schön. Wäre die ganze Anlage so – was diese vermutlich vor 20 Jahren (kurz nach der Eröffnung) war – würde dieser Blog deutlich besser ausfallen.

Der große Pool ist auf alle Fälle wirklich super und auch der Wasserfall – unter dem man durch das Wasser eine Massage erhält – mach viel Spaß.

Der Strand ist durchaus schön, leider sind viele (oft sehr große) Steine im Weg

Strand

Erst wenn man am Strand (100-200 Meter) zum nächsten Resort geht, werden die Steine weniger.

Zusammenfassung

Wenn man sich an die Mängel in der Villa gewöhnt hat, kann man den Pool, das Spa und auch das Essen durchaus genießen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals macht vieles wieder wett. Würden wir wieder kommen? Vielleicht, wenn da nicht der Preis wäre. Mit über 1000 Euro pro Nacht (nur mit Frühstück) für 3 Personen (maximal 4 wären möglich) passt das Preis/Leistungsverhältnis einfach nicht – sehr schade.

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